Über diesen Blog

Offenlegung nach §25 MedienG

Medieninhaber und Herausgeber: Wirklich Skeptisch, Wien – Österreich.

Kontakt: @WirklSkeptisch auf Twitter oder über die Kommentarfunktion.

Grundlegende Richtung: Ein privater Blog über Verbraucherschutz sowie zur Förderung von Wissenschaft und kritischem Denken, frei von kommerziellen Interessen. Die veröffentlichten persönlichen Standpunkte stellen meinen aktuellen Wissensstand dar, der auf einer objektiven Abwägung der verfügbaren Evidenz beruht.

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Motivation

Wir werden in Medienberichten und Werbung regelmäßig mit Behauptungen konfrontiert, die uns als Tatsachen präsentiert werden, bei genauerem Hinsehen einer kritischen Betrachtung aber nicht standhalten. Oftmals handelt es sich um eine bewusste Täuschung, wenn ein kommerzielles Interesse dahintersteckt. Das vermeintliche Wissen wird dann leider allzu oft unkritisch übernommen und weiter verbreitet.

Als skeptisch denkender Mensch bin ich es gewohnt, außergewöhnliche Behauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Mit den modernen Medien steht uns allen zwar eine Fülle an Informationen zur Verfügung, für wissenschaftliche Laien ist es allerdings schwierig, zuverlässige Inhalte von unseriöser Pseudowissenschaft zu trennen.

Mir kommen viele Behauptungen unter, die aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar sind. Dieser Blog hilft mir dabei, meine Gedanken zu ordnen und meine gefundenen Belege zu dokumentieren. Die Ergebnisse meiner Recherchen veröffentliche ich gerne, in der Hoffnung, dass sich jemand hierher verirrt und vielleicht vom Kauf wirkungsloser Produkte oder von der Anwendung gefährlicher pseudomedizinischer Therapien bewahrt wird.

Skeptisch zu sein heißt nicht, unliebsame Behauptungen von vornherein als Unsinn abzustempeln, sondern nach der vorhandenen Evidenz zu fragen. Lassen sich Behauptungen nicht plausibel belegen, dann ist Zweifel angebracht. Ich stelle meine Beiträge nach bestem Wissen und Gewissen zusammen und bin für konstruktive Kritik offen. Sollte es neuere Erkenntnisse geben, ändere ich auch gerne meine Meinung und freue ich mich über den Wissenszuwachs.

Als treuer Leser zahlreicher skeptischer Blogs weiß ich, dass man als Schreiber auf diesem Gebiet oft Anfeindungen ausgesetzt ist. Daher habe ich mich entschieden, meinen Blog unter dem Pseudonym Wirklich Skeptisch zu betreiben.

16 Kommentare

    1. Danke für dein Interesse! Ich habe http://skeptator.blogspot.de bereits zu meiner Blogroll hinzugefügt und würde mich über eine Aufnahme freuen. Meine Anmeldung habe ich bereits abgeschickt. Wie regelmäßig ich veröffentlichen werde, kann ich noch nicht sagen, aber ein paar Themen hätte ich schon noch auf meiner Liste😉

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  1. Hallo!
    Ich bin auch durch Zufall auf diesen blog gestoßen, und das gleiche stört mich auch sehr. Erstens keinen Namen oder Adresse hinterlassen. Dann von der Mama erzählen mit Krebs und so weiter und wenn ihr dann was hilft, okay dann lass sie machen. ALSO WENN DU DEINE MAMA MACHEN LÄSST – WARUM NICHT AUCH DEN REST DER WELT!!!
    Wenn den einen Globuli helfen, den anderen Schüsslersalze oder Nahrungsergänzung kann es Dir doch scheißegal sein, WAS iIhnen hilft – Hauptsache es hilft! Placebo – schon mal gehört???
    Und wenn einem anderen nur die Anbetung von Gott oder dem Universum hilft – ja meine Güte warum denn nicht????
    Es gibt so viele Dinge auf der Welt die wir nicht verstehen – wenn ein Mensch egal durch welche Methode glücklicher ist – ist die Methode doch okay! Wer heilt hat Recht!
    Grüße und denk vielleicht mal drüber nach!

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    1. Der Unterschied ist: Meine Angehörigen haben mich im Hintergrund. Auch wenn ich sie gewähren lasse, kann ich jederzeit, wenn notwendig, die Reißleine ziehen, falls eine wirkungsvolle Therapie durch eine Placebotherapie vernachlässigt wird. Das Problem bei dem ganzen Placebozeugs ist, dass es nicht aus Nächstenliebe angewendet wird, sondern dass Gewerbetreibende daran verdienen möchten. Da siehts mit dem verantwortungsvollen Umgang leider nicht so rosig aus wie innerhalb der Familie.

      Der Placeboeffekt ist ja im Prinzip eine tolle Sache, man kann einem Menschen alleine dadurch helfen, indem man ihm vorschwärmt, wie toll ihm etwas helfen wird, auch wenn es keine spezifische Wirkung hat. In der Realität funktioniert es allerdings nicht so, wie wir uns das ausmalen. Da treffen zwei Akteure aufeinander: ein Anbieter, der alles erzählt, um Geld zu verdienen, und ein Patient, der alles glauben und bezahlen will, damit es ihm besser geht. Das kann nicht gut gehen, es bräuchte einen neutralen Vermittler, der sagt, wann genug ist.

      Der Placeboeffekt lebt vom Glauben, und dieser Glaube kann Patienten zu falschen Entscheidungen verleiten, die sie später bereuen werden, auch wenn sie im Moment glücklich sind. Wenn man Menschen zum Glauben verführt, weil man meint, dass ihnen der Glaube hilft, und paternalistisch für sie entscheidet, dass sie an Placebos glauben sollen, dann sollte man auch Verantwortung übernehmen für den Schaden, der daraus resultiert.

      Gut, wenn jemand bei einem Schnupfen Globuli einwirft und das Gefühl hat, dass es ihm die Wartezeit bis zur Genesung angenehmer macht, dann wird er sich nicht in Lebensgefahr bringen. Derartige scheinbar harmlose Produkte können aber als Einstiegsdrogen für Schlimmeres fungieren. Wenn jemand überzeugt ist, dass ihm Globuli bei seinen Wehwehchen helfen, und er sieht, dass die Schulmedizin das für ihn Offensichtliche nicht anerkennt, kann es leicht passieren dass er abdriftet und mit einer Krebserkrankung, wo der Placeboeffekt nicht viel ausrichten kann, zum Wunderheiler seines Vertrauens geht.

      Der Placeboeffekt wirkt umso besser, je stärker man an ihn glaubt. Gleichzeitig steigt aber auch die Gefahr, bei gravierenderen gesundheitlichen Problemen eine Fehlentscheidung zu treffen. Ich vertrete die Meinung, dass jeder wissen sollte, ob er sich von einer teuren Therapie eine spezifische Wirksamkeit oder doch nur einen Placeboeffekt erwarten kann – egal was er mit diesem Wissen dann macht. Ich habe kein Problem damit, wenn verantwortungsvolle, aufgeklärte Eltern ihren Kindern Placebos verabreichen. (Blöd wirds nur, wenn diese Kinder aufgrund ihrer positiven Erfahrungen in der Kindheit und Jugend auch im Erwachsenenalter an die Kraft der Globuli glauben wollen und dann gar Medizin studieren, ohne von ihren Eltern aufgeklärt worden zu sein.)

      Ich biete hier Informationen darüber an, was von gewissen alternativmedizinischen Angeboten der Placebokapitalisten zu halten ist. Menschen, die sich erkundigen möchten, um eine informierte Entscheidung zu treffen, haben es ohnehin schwer: Anbieter bewerben ihre Dienstleistungen und Produkte mit übertriebenen Versprechungen, im Bekanntenkreis werden anekdotische Erfahrungsberichte einseitig verbreitet und auch das Internet ist voll von Fehlinformationen, die dem Marketing dienen.

      Du meinst, es sollte uns egal sein, was andere Leute glauben. Warum betreibst du dann den Aufwand, dich hier mit einem Kommentar aufzuregen?

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  2. Leider kann ich deine destruktive Meinung zu alternativen Heilmethoden nicht teilen.
    Ich benutze schon seit Jahren Salze und meine Blutwerte sind jetzt in Ordnung. Da ich sonst nichts an meinem Verhalten oder Ernährung geändert habe, kann es nur daher kommen.
    Nein, es hat sich auch nichts von alleine verändert, denn wenn ich die Salze absetze, werden die Werte wieder schlechter.
    Es gibt Dinge, die für die Wissenschaft nicht nachvollziehbar sind, aber dennoch existieren.

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    1. Liebe Anna, du hast anscheinend eine völlig falsche Vorstellung von Wissenschaft: Es geht nicht darum, alles zu verleugnen, was nicht ins Konzept passt. Gerade dann, wenn etwas nachweislich existiert und nicht nachvollziehbar ist, ist es doch für die Wissenschaft interessant! Heilmethoden sind aber gerade deshalb „alternativ“, weil man eben keinen nachweisbaren Effekt gefunden hat. Oft lassen sich scheinbare Effekte auf die fehleranfällige menschliche Wahrnehmung zurückführen. Beispielsweise wird in Dinge, die in einer zeitlichen Abfolge auftreten, gerne ein Kausalzusammenhang hineininterpretiert.

      Um welche „Salze“ und „Blutwerte“ geht es hier konkret? Wenn diese Werte in einem Labor erhoben werden, dann haben wir ja eine objektive Grundlage und ein Nachweis sollte kein Problem darstellen.

      Du meinst, dein Verhalten und deine Ernährung nicht geändert zu haben und lässt keine alternativen Erklärungen zu. Das sind aber bei weitem nicht die einzigen Parameter, die ein Ergebnis beeinflussen können. Auch unterbewusste Vorgänge, selektive Wahrnehmung und der Zufall mischen mit. Es gibt eben mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als sich mit deinem begrenzten Wissen träumen lässt. Einzelergebnisse sind sehr fehleranfällig, daher sind solche Anekdoten nicht sehr aussagekräftig. In systematischen Versuchen mit größeren Patientenzahlen lassen sich die vermeintlichen Effekte von alternativmedizinischen Präparaten leider nicht reproduzieren (sonst wäre es ja keine Alternativmedizin mehr, sondern Medizin).

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        1. Angelika, im Gegensatz zu dir bin ich mir der Grenzen der menschlichen und somit auch meiner eigenen Wahrnehmung bewusst. Nur wenn man diese Schwächen kennt, kann man Täuschungen aktiv entgegenwirken.
          Witzig, dass du genau diesen Satz ansprichst. Der Spruch „zwischen Himmel und Erde“ wird in ähnlicher Form gerne von Verkäufern alternativmedizinischer Angebote angeführt, um wissenschaftlich denkenden Menschen begrenztes Wissen zu unterstellen.

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  3. Ja, ich arbeite seit 4 Jahren als Rehatrainerin mit den tollen Smoveys und war auch sehr skeptisch, aber die Erfolge in meinen Kursen, speziell bei Schulterproblemen und auch bei Parkinsonpatienten sprechen für sich und haben meine Überzeugung gestärkt. Ich könnte nichts verkaufen, wenn ich nicht dahinterstehe und was da passiert ist mehr als Placebo.
    Tatsächlich gibt es sehr kritische Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Ärzte sowie Sportwissenschaftler, die diese Erfahrung teilen und die Ringe für die Praxen nach Testwoche anschaffen!! Alles nur Einbildung, dann lassen Sie sich weiter Stosswellen versetzen etc.

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    1. Wer sagt denn, dass sich die Patienten die Wirkung nur einbilden? Wo wird behauptet, dass sich nur ein Plazeboeffekt erzielen lässt? Wenn man Gegenstände in die Hände nimmt und sich bewegt, ist eine Wirkung bei bestimmten Patientengrupen wie Parkinsonpatienten natürlich plausibel – nur müssen es keine „Zauberringe“ sein. Mich stört die Werbung mit esoterischen Konzepten, die die Smoveys hypen sollen. „Lebensenergien“ und „Reflexzonen“, die sich mit den Ringen angeblich stimulieren lassen, sind Gehirngespinste!
      Wenn du mit Parkinsonpatienten arbeitest, spricht doch nichts gegen eine Verwendung. Die meisten Anwender gehören jedoch nicht zu dieser Patientengruppe und werden kaum davon profitieren. Sie schaffen sich die Dinger an, weil der Nutzen maßlos übertrieben wird.

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