Falschmeldungen im Internet

Falschmeldungen werden in sozialen Netzwerken gerne geteilt und können sich rasend schnell verbreiten: Sensationelle Berichte bringen endlich die unterdrückte Wahrheit ans Licht, bei Gewinnspielen kann man Gutscheine im Wert von 500 Euro gewinnen und wenn man das Bild eines krebskranken Kindes nur oft genug teilt, erhält es die dringend nötige Operation.

Mimikama bzw. Zuerst denken – dann klicken! hat sich zum Ziel gesetzt, über solche Hoaxes zu informieren.

Mimikama ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit Falschmeldungen, Abofallen, Spam, Fake-Gewinnspiele, schädliche Links uvm. im Internet beschäftigt. Der Hauptfokus ist dabei auf Facebook gerichtet!

Auch die Watchlist Internet warnt vor aktuellen Phishing-Mails und Fake-Shops etc. Die TU Berlin hat ebenfalls einen Hoax-Info-Service eingerichtet.

Unseriöse Informationsquellen

Während fingierte Gewinnspiele und Phishing-Attacken das Ziel haben, an persönliche Daten der Benutzer zu kommen, werden sensationelle Falschmeldungen bewusst in die Welt gesetzt, um Besucher auf die eigene Seite zu locken. Oft gelingt das mit dem Schüren von Angst, denn damit lasse sich prima Geld verdienen, so Jochen Kopp vom Kopp-Verlag, der gerne Verschwörungstheorien und Pseudowissenschaft bedient. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten sorgen mit reißerischen Schlagzeilen zu den Themen Wirtschaft und Politik für Aufsehen, auch wenn die Fakten dann doch nicht so dramatisch sind. Dennoch lesen viele nur die Überschrift und teilen den Link fleißig auf Facebook.

Für viele Falschmeldungen im Bereich Gesundheit sorgt das Zentrum der Gesundheit. Die professionelle Aufmachung dieses Portals erweckt zwar den Eindruck eines vertrauenswürdigen Informationsangebots. Doch unabhängig informieren kann man sich hier nicht. Die Beiträge sind unausgewogen und sollen den Lesern vor allem Angst einjagen, damit diese im dazugehörigen Onlineshop bei teuren Nahrungsergänzungsmitteln zulangen, die als Lösung für sämtliche Gesundheitsprobleme präsentiert werden. Besonders dreist: Es wird sogar um Spenden zur Erweiterung des Angebots gebeten.

Fun Fact: Falschmeldungen als Weihnachtsbrauch

In Spanien gibt es den Brauch, am 28. Dezember, dem Tag der unschuldigen Kinder, andere (so wie bei uns am 1. April) hereinzulegen.

Am 28. Dezember, dem Fest der Unschuldigen Kinder, gibt es einen Brauch, andere durch erfundene oder verfälschte Geschichten hereinzulegen. Dabei ist es auch in Spanien üblich, dass die Medien an diesem Tag ebenfalls möglichst originelle und glaubwürdig klingende Falschmeldungen verbreiten.

Das spanische Wort inocente für unschuldig hat nämlich auch die Bedeutung naiv oder einfältig. Sogar die spanische Verfassung soll deshalb erst am 29. Dezember 1978, einen Tag später als geplant, in Kraft getreten sein.

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Ein Kommentar

  1. Der 28. Dezember ist in Spanien und Lateinamerika der Dia de los Santos Inocentes (Tag der unschuldigen Heiligen bzw. Tag der unschuldigen Kinder), zu dessen Anlass man sich, wie in anderen Ländern am 1. April mit Aprilscherzen, gegenseitig Streiche spielt.

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